Ich will nicht nach Berlin! – oder zwei riesige Elefanten im Bahnwärter Thiel

Erstmal vorweg: Die Diskussionsrunde gestern Abend im Bahnwärter Thiel war so notwendig wie spannend. Initiiert von Puls und der Süddeutschen Zeitung, zur Fragestellung „Ich will nicht nach Berlin! Wie wird München zur nächsten Pop-City?“, diskutierten Josef Schmid (2. Bürgermeister von München, CSU), Julia Viechtl (Fachstelle Pop), Daniel Hahn (Bahnwärter Thiel), Fatoni (Münchner Rapper, lebt in Berlin), Josie (Sängerin der Band Claire) und Magnus Textor (Junior A&R Sony Music, auch bald in Berlin).

Obwohl sich Josef Schmid viel (berechtigte und unberechtigte) Kritik anhören musste, war dennoch zu spüren, dass er es Ernst meint mit dem Thema und dass er die hiesige Musikszene unterstützen möchte. Das ging sogar so weit, dass er ankündigte, das Erarbeiten einer Popkultur-Strategie im Stadtrat anzustoßen. Eine klare Ansage, wie man sie selten genug hört von Politikern, die sich nur allzu gerne hinter Floskelwolken verstecken.

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Über Subkultur, Stadtstrand und Leerstand: Interview mit CSU-Stadtratsfraktionschef Manuel Pretzl

Er ist der neue mächtige CSU-Mann im Münchner Stadtrat: Manuel Pretzl. Seit Anfang Jahr steht er an der Spitze der CSU-Fraktion. Grund genug für uns, dem 41-jährigen Stadtpolitiker mal auf den Zahn zu fühlen. Wir haben uns eine Stunde lang mit ihm unterhalten – hier der erste Teil des Gesprächs zu den Themen Kultur, Subkultur und Freiraum.

Das Interview führten Marco Eisenack und Jan Krattiger

Mucbook: Herr Pretzl, fangen wir mal mit dem vermeintlich leichtesten Thema an, mit der Kultur. Der Kulturstrand hat insbesondere in den letzten Wochen hohe Wellen geschlagen. Wie kann man sich denn an einem Strand so verbeißen, dass zwei Fraktionen so aneinandergeraten dass offen über Koalitionsbruch und alles Mögliche diskutiert wird. Wollen sie das als Fraktionsvorsitzender in Zukunft anders lösen?

Manuel Pretzl: Wir sind keine Koalition, sondern es ist eine Kooperation gemeinsam mit der SPD. Da lösen wir sehr viele, sehr große Probleme auch im kulturellen Bereich. Wir stoßen da viel an und es steht uns auch noch viel bevor, was wir alles sehr gut miteinander besprechen und auch geräuschlos und zum Wohl der Stadt machen.

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