„Multikulturelle Heuschreckenschwärme“: Christian Ude und Thea Dorn im Gespräch über deutsche Kultur

Es waren eigentlich gleich zwei alte weisse Männer, die sich da am Dienstagabend im Einstein 28 auf der Bühne gegenüber saßen:

Einmal Christian Ude, unser aller Alt-OB (SPD) und Gastgeber, der wöchentlich zum Polit-Talk an der Volkshochschule lädt und rein biologisch diese Kriterien erfüllt (zum inhaltlichen kommen wir gleich).

Zu seiner Linken die Schriftstellerin und Philosophin Thea Dorn, die mit ihrem neusten Buch „deutsch, nicht dumpf“ (Knaus 2018) den „aufgeklärten Patrioten“ (was auch immer das sein mag, vielleicht finden wir es noch raus) einen Leitfaden in Sachen Patriotismus und Heimatliebe an die Hand geben möchte.

Dorn passt mit ihren Thesen und Vorschlägen gut ins Schema „alter weisser Mann“, sind sie doch vor allem Ausdruck einer Sorge um aktuelle gesellschaftliche Veränderungen: Sie diagnostiziert eine „Krise des Wir“ und wünscht sich einen „Rahmen, in dem ich als Mensch noch Mensch sein kann.“

Alles ändert sich und alles ist schlimm, schlimm, schlimm.

Es beginnt ein rund zweistündiges und ziemlich einstimmiges Klagelied, von dem man einige Strophen schon längst in- und auswendig kennt:

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Beitragsbild: © MVHS/Alescha Birkenholz

Ich will nicht nach Berlin! – oder zwei riesige Elefanten im Bahnwärter Thiel

Erstmal vorweg: Die Diskussionsrunde gestern Abend im Bahnwärter Thiel war so notwendig wie spannend. Initiiert von Puls und der Süddeutschen Zeitung, zur Fragestellung „Ich will nicht nach Berlin! Wie wird München zur nächsten Pop-City?“, diskutierten Josef Schmid (2. Bürgermeister von München, CSU), Julia Viechtl (Fachstelle Pop), Daniel Hahn (Bahnwärter Thiel), Fatoni (Münchner Rapper, lebt in Berlin), Josie (Sängerin der Band Claire) und Magnus Textor (Junior A&R Sony Music, auch bald in Berlin).

Obwohl sich Josef Schmid viel (berechtigte und unberechtigte) Kritik anhören musste, war dennoch zu spüren, dass er es Ernst meint mit dem Thema und dass er die hiesige Musikszene unterstützen möchte. Das ging sogar so weit, dass er ankündigte, das Erarbeiten einer Popkultur-Strategie im Stadtrat anzustoßen. Eine klare Ansage, wie man sie selten genug hört von Politikern, die sich nur allzu gerne hinter Floskelwolken verstecken.

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«Hooselupf»: Seitenblicke am Schwingfest Augst

Das schöne am Lokaljournalismus ist: Ich werde öfters an Anlässe geschickt, an die ich privat niemals gehen würde. Das Schwingfest im römischen Theater in Augst war ein solcher Anlass. Hier ein paar Bilder, die nicht in der Zeitung veröffentlicht wurden: