Ein bisschen Berlin wären wir halt doch gerne: Ein Kebap-Laden feiert Neueröffnung und alle rasten aus

Es führte einfach kein Weg dran vorbei in den letzten Wochen: Ob auf Stadtblogs oder in der herkömmlichen lokalenTotholz-Presse, überall wurde erst spekuliert und schließlich gefeiert: Mustafas Gemüsekebap eröffnet eine Filiale in München. Und zwar heute, Donnerstag den 3. August.

Kaum zu glauben, oder? Da weht endlich ein bratfettschwangeres Lüftchen von Großstadt durch unsere beschauliche Gernegroßstadt. Da müssen wir hin. Das müssen wir feiern. Inklusive Eröffnungs-Afterparty, DJs und dem ganzen Event-Krempel, versteht sich von selber.

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Neues Gebot der MVG: Stehengeblieben!

Wie wird man doch angefaucht und angerempelt, wenn man verträumt vor dem ersten Kaffee einmal aus Versehen auf der Rolltreppe links stehen bleibt. Und zu recht: „Rechts stehen, links gehen“ ist das Mantra, das uns von klein auf eingehämmert wird, damit die gestressten Rolltreppenbenutzer ihren Anschluss erwischen und die gemütlichen Sonntags-Rolltreppenfahrer ihre Fahrt regungslos genießen können.

Und jetzt soll plötzlich alles anders sein?

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„Wir wollen Schnitzel, wir wollen Haus!“ – Spontan-Cornern gegen Leerstand

So schnell die Besetzung des Schnitzelhauses da war, so schnell war sie auch wieder weg – dennoch ist die Aktion im Viertel auf viel Sympathie gestoßen, was sich unter anderem darin äußerte, dass noch am Samstag eine Eilversammlung angemeldet wurde und sich rund 70 Personen zum spontanen Cornern vor dem Schnitzelhaus trafen.

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Liebe MVG: Ist es wirklich so weit, brauchen wir U-Bahn-Drücker?

Es ist jeden Morgen dasselbe Spiel: Ich stehe an der Haltestelle und will zur Arbeit fahren. So zwischen Viertel nach Acht und Neun. Also Stoßzeit. Was das heißt, hat mein Kollege Jan Rauschning-Vits ja eben in einem lesenswerten Übersichtsartikel beschrieben und er hat dankenswerterweise auch Lösungsansätze aufgezeigt.

Ich sage: das geht nicht weit genug

Eine radikalere Lösung muss her. Denn mit der U-Bahn durch die Innenstadt Münchens, der Großstadt mit Herz, zu fahren, ist eine Tortur. Zur Stosszeit ist es eben eher die Großstadt mit entweder viel zu viel oder viel zu wenig Deodorant. Auf jeden Fall zu wenig Mundwasser und obendrauf noch einem üblen Musikgeschmack. Wenigstens weiß ich dank den ultralaut aufgedrehten Ohrstöpseln direkt neben meinem Ohr immer, was in den Charts gerade so angesagt ist.

Das Glück, all das mitzubekommen hat aber nur, wer es auch schafft in die Bahn reinzukommen.

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Ich will nicht nach Berlin! – oder zwei riesige Elefanten im Bahnwärter Thiel

Erstmal vorweg: Die Diskussionsrunde gestern Abend im Bahnwärter Thiel war so notwendig wie spannend. Initiiert von Puls und der Süddeutschen Zeitung, zur Fragestellung „Ich will nicht nach Berlin! Wie wird München zur nächsten Pop-City?“, diskutierten Josef Schmid (2. Bürgermeister von München, CSU), Julia Viechtl (Fachstelle Pop), Daniel Hahn (Bahnwärter Thiel), Fatoni (Münchner Rapper, lebt in Berlin), Josie (Sängerin der Band Claire) und Magnus Textor (Junior A&R Sony Music, auch bald in Berlin).

Obwohl sich Josef Schmid viel (berechtigte und unberechtigte) Kritik anhören musste, war dennoch zu spüren, dass er es Ernst meint mit dem Thema und dass er die hiesige Musikszene unterstützen möchte. Das ging sogar so weit, dass er ankündigte, das Erarbeiten einer Popkultur-Strategie im Stadtrat anzustoßen. Eine klare Ansage, wie man sie selten genug hört von Politikern, die sich nur allzu gerne hinter Floskelwolken verstecken.

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